Soziokultur – Ein Weg in die Zukunft der Arbeitswelt

Kultur (von cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“, von colere „wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.
Sozial (von socius „gemeinsam, verbunden, verbündet“) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingung des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen).
Soziokultur, die Verbindung von sozial und Kultur.

Soziokultur ist ein Begriff der in den 1980er Jahren seinen Ursprung hat. Einige Wirtschaftsbereiche waren damals durch technische Erfindungen oder durch Ausgliederung wegen Kosteneffizienz in Länder mit billigeren Arbeitssklaven zusammengebrochen. Deshalb standen mancherorts Industrie- oder Geschäftsgebäude leer und wurden von tatendurstigen und kreativen, meist jungen Menschen als Wohn- und/oder Arbeitsplatz wiederbelebt. Engagierte und helle Köpfe erkämpften sich in diesen Jahren eine kleine Hoffnung an Freiraum. Eine fantasievoll gedachte Loslösung von Wohn-Vorschriften, Preis-Regelungen und traditionellen Kultur-Gesetzen. Diese farbenprächtige Entwicklungsarbeit, die mit der Bezeichnung Soziokultur wie ein kurzer Hoffnungsschimmer auf profitresistente Lebensmöglichkeiten aufgeschimmert war, wurde aber im Laufe der 1990er Jahre quasi schon wieder im Keim erstickt.

In diesem Geiste aber, welcher Soziokultur als Gegenüber, als Gegenstück zu erbarmungsloser Wirtschaft beschreibt, habe ich 2013 begonnen, die schon vergessen geglaubten Inhalte zumindest theoretisch in Form dieses Blogs wieder zu beleben. Im Laufe des Jahres 2015 hat diese Idee dann konkrete Formen angenommen und gemeinsam mit einer kleinen Gruppe habe ich den Verein Soziokultur, ZVR-Zahl: 848 292829 mit Sitz in Warth in Nieder-Österreich gegründet.

Soziokultur – eine Reise in eine lebenswerte Zukunft
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Das Grundeinkommen, die Befreiung aller Kreativen

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist schon seit Jahren Thema in vielerlei Gesprächsrunden und Gruppen.
(zum Beispiel: Projekt Zukunft, Themen der Zeit, Generation Grundeinkommen, Netzwerk Grundeinkommen, Freiheit statt Vollbeschäftigung)
Nationale und internationale Kongresse werden abgehalten und diverse Berechnungen beweisen mögliche Finanzierungsvarianten.
(einige Berechnungsmodelle: Juliet Rhys-Williams, Milton Friedman, Ulmer Modell, Götz Werner,  Solidarisches Bürgergeld von Thomas Straubhaar)
Menschen aller Gesellschaftsschichten können sich schon begeistern für eine Grundsicherung, die das Leben jedes Einzelnen unabhängig und selbstbestimmt machen könnte.
Das bedingungslose Grundeinkommen ist in vieler Munde und Herzen, so kann man sagen.

Einzig große Wirtschaftmächte und deren Vertreter und die schwer zu informierende Mehrheit lehnen diese Möglichkeit vehement ab.
Erstere im Wissen um die reale Aufweichung oder gar den Verlust ihrer Macht, welche wirklich erheblich und auch wahrscheinlich sein könnten. Die Befreiung von der realen Zwangsarbeit könnte ja wirklich revolutionäre Folgen für die jetzt Reichen und Besitzenden nach sich ziehen.
Die reflexartige Abwehr dieser Idee von der zweiten ablehnenden Gruppe, der großen Mehrheit der Mitmenschen ist dagegen sehr unlogisch, ja gänzlich unverständlich. Sie hat sicher unterschiedliche, rationale und irrationale Gründe, die in ihrer Gesamtheit nicht wirklich nachvollziehbar sind, aber genau sie sind es – die absoluten Mehrheiten – die ein bedingungsloses Grundeinkommen in Demokratien verhindern. Hier liegt das große, ungelöste Problem, der Kern auch vieler anderer Schwierigkeiten: Wie können wichtige, manchmal unbedingt notwendige Veränderungen und Entwicklungen umgesetzt werden, wenn die Mehrheit sie nicht will? Dies scheint das Drama unserer schönen neuen Zeit zu sein: Wir sehen dringende Probleme, die schon lange einer Veränderung, einer Lösung bedürfen, man auch Möglichkeiten dazu hätte, die Mehrheit dies aber nicht will.
Das große Paradoxon!

Wie kann es also mit dieser ausserordentlich wichtigen Thematik weitergehen? Wie können Massen Freude finden an einer finanziellen Grundsicherung für alle, die auch andere Krisenherde wie Konkurrenzdruck, Zeitnot, Umweltvernichtung, Erderwärmung und Lieblosigkeit entschärfen könnte?
Die Realität ist, die überwiegende Mehrheit der Menschen will keine Befreiung, keine Selbstbestimmung und keine Selbstverantwortung. Und diese Realität ist schrecklich für alle Kreativen (kreativ [lat.] = schöpferisch, Ideen habend und diese gestalterisch verwirklichend). Sie befinden sich in der Gefangenschaft der Ideenlosen. Die Freidenker, die Entwicklungshungrigen sind in der Geiselhaft der starrdenkenden Festhalter an Zwangsystemen.
Wie ist dem beizukommen?
Wie ist eine erlösende Welle entfachbar?
Wie kann ein ‚BITTE-SCHLAFT-NICHT-AUFRUF‘ für alle aussehen?
Wie ist er verwirklich- und praktisch umsetzbar?
Das sind die Fragen an alle aktiven und geistreichen Denker, an alle Veränderungswilligen, aktuelle Nichtwähler oder momentan Sprachlosen. Ich habe bis jetzt keine Antworten gefunden und/oder erhalten.
So habe ich vor einiger Zeit die Soziokultur als Brücke zu einem bedingungslosen Grundeinkommen vorgeschlagen.
Die Beifallsstürme waren gering.
Es liegt mir aber sehr daran, trotzdem weiterzugehen,
neue Wege für neue, soziale Kultur zu finden.
Zusammenarbeit ist dabei das Schlüsselwort.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen die Basis.

Zur Erklärung:
Kultur (zu lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“, von colere „wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.

Sozial (von lateinisch socius „gemeinsam, verbunden, verbündet“) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingung des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen).

Soziokultur, die Verbindung von sozial und Kultur, ist die Grundlage dieses Blogs
und deshalb steht hier die Befreiung der Kreativen, der Schöpferischen im Titel und im Zentrum.
Selbstverständlich ist mir, auch als eine Stimme von  – die schwachen –  bewusst,
dass ein Grundeinkommen in erster Linie eine Befreiung aus Unterdrückung und Armut bedeutet.
(Günther Floner, Juli 2014)

Kultur ist das Gegenstück zu Wirtschaft

Es gibt die Wirtschaft, die das Geld, die Profite sichert.
Es gibt die Kultur, die die menschliche Weiterentwicklung sichert.

Das materielle Wachstum, der tägliche Konsum und die laufende Produktion sind der Wirtschaftsmotor.
Das gemeinnützige Lernen, die vertiefende Schulung und die geistige Entwicklung sind Kultur, der Menschlichkeitsmotor.
Und so sind sie Gegenstück, nicht Gegensatz, eine Ergänzung, keine Bekämpfung.
Im großen Sinne möglicherweise vergleichbar mit Yin und Yang,
dem vielerorts bekannten Kreis vom Zusammenwirken von Mann und Frau.
Da wie dort, ist einer der beiden Gegenstücke unterdrückt.

Das ganze Land und seine Wesen sind daher in Produkte und Dienstleistungen eingeteilt, einzig um einen Verkaufspreis zu erzielen.
‚Das System‘ und ihr Diener, die Marktwirtschaft haben dies festgelegt für Pflanzen, Tiere und die Lebenszeit der Menschen.
Dies ist der Status Quo und die inzwischen dazugehörende Ausbeutung, das momentane Gesetz.
Eine Idee, eine Dienstleistung, ein Lebewesen, welche keinen Profit einbringen, sind verloren.
Geld ist der Basisstoff des Überlebens, deshalb ist Kulturarbeit zu einer aussterbenden Spezies geworden.
Denn Kultur – wie ich sie verstehe – ist nicht berechenbar und sie ist auch nur in geringstem Maße käuflich.

Ich will also neben meiner Tätigkeit als bildender, gestaltender und sozialer Mensch hier in diesem Blog eine Stimme sein
für die Wiederauferstehung von Soziokultur, verstanden als Zusammenarbeit von Kulturschaffenden.
Sie erscheint mir als das wichtige, ja, notwendige Gegenstück zur alles vereinnamenden Markt- oder Verkaufswirtschaft.
Beide können ohne den anderen aber nur kurzfristig überleben und mir scheint, es wird immer deutlicher sichtbar:
‚Das System‘ strahlt keine Freude, immer weniger Ziele und zunehmenden Unfrieden aus,
ohne Liebe und ohne Kultur läuft ‚Es‘ ihrem Ende entgegen.
Das Essen, das Trinken, das materielle Schaffen, das Haben und Besitzen ist der Verdienst der Wirtschaft,
das soziale Wohlergehen, die menschliche Weiterentwicklung ist der Sinn von Kultur.
Wirtschaft und Kultur – zeitgenössische Kultur – beide brauchen einander.

Soziokultur kann deshalb entscheidend sein und es wird dringend Zeit, ihr finanziellen Raum zu verschaffen.
Sie braucht also zumindest ein Grundeinkommen.

Denn das Erkennen des persönlichen Talents, das Mutfassen für Veränderung, das Achtgeben auf die Natur,
die Hinwendung zum Andersdenkenden,  das Loslassen des Eigensinns, das Öffnen der Schallklappen,
die Suche nach dem Sinn, der Blick zum Glück kann entscheidend sein.
Und alles das und vieles mehr kann soziokulturelle Arbeit und Entwicklung aufzeigen und anregen.
Und viele von uns benötigen diese Eigenschaften dringend schon wie Brot.

Zur Erklärung:
Kultur (zu lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“, von colere „wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.

Sozial (von lateinisch socius „gemeinsam, verbunden, verbündet“) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingung des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen).

SozioKultur, die Verbindung von sozial und Kultur, ist die Grundlage dieses Blogs.

‚Und wer macht denn dann die Drecksarbeit?‘

Das wichtigste Argument für ein bedingungsloses Grundeinkommen
ist die Frage: ‚Wer macht denn dann die Drecksarbeit?‘.

Das schönste Argument für ein bedingungsloses Grundeinkommen
ist übrigens die Aussage ‚Da würden dann alle nur noch faul herumliegen!‘
Ja, unsere Kinder würden sich freuen, wenn wir  Zeit zum Spielen  hätten und die ausgebeutete Schöpfung würde dankbar aufatmen.
Und eines ist sicher: wir würden nicht liegen, wir stehen sicher auf.

Mein Engagement für eine Abkehr von der derzeitigen Alleinregierung der Erwerbsarbeit durch die Auszahlung eines bedingungslosen Grundeinkommens und einer damit verbundenen Abwendung von Not und Armut in einer mit Überfluss behafteten Zeit,  hat sehr oft heftigen Gegenwind und Missgunst aufgewirbelt oder zumindest Desinteresse und Gleichgültigkeit hervorgebracht.
Tatsache also ist: Die Menschen wollen kein bedingungsloses Grundeinkommen. Viele jedenfalls, wahrscheinlich die meisten.
Das hat mich überzeugt. Es ist daher das ‚bedingungsvolle‘ Grundeinkommen, das ‚Ich-will-tun‘ Grundeinkommen, das ‚Ich-will-tun-aber-wie-es-mir-entspricht‘ Grundeinkommen, dass ich mit jenen, die das auch wollen, aktiv anregen will und werde.

Aber das mit der Drecksarbeit?
Das geht mir trotzdem nicht aus dem Kopf.
Es gibt sie also wirklich.
Und manche, oder viele(?) müssen sie verrichten. Täglich?
Und dann ist sie auch noch schlecht bezahlt?
Und, man wagt es kaum auszusprechen, gar erniedrigend oder gesundheitsschädlich?

Wer sind sie, die das jetzt tun, sind das zwangsverpflichtete Untermenschen?
Sind das gelbe, braune oder weiße Sklaven?
Und wer schafft das an?
Wer will, dass andere Drecksarbeit verrichten, während sie selbst schön reden und gut essen?
Sind das Banditen, Verbrecher, Skrupellose? Sind das herzlose Einzelne oder sind das Verbände, Banden, Syndikate?
Sind das Illegale oder sind das Erfolgreiche, Angesehene, Machtvolle?

Eine Antwort zu erzwingen wäre ein wahres Wagnis und ich dachte schon die Zeit des Sklavenmarktes wäre vorüber.
Oder hat man dieses schlimme Wort nur umbenannt in AMS-Kundencenter oder in Hartz 4-Antragsstellung?

Die Frage ‚Wer macht dann die Drecksarbeit?‘ eröffnet also das fatale Drama
von allgemein respektierter, ja gewünschter Zwangsarbeit.
‚Wenn der Zwang also vorbei ist, ja dann machen sie die Drecksarbeit nicht mehr‘, so spricht nur ein durch und durch Gnadenloser.
Sind soviele Unterdrücker und Ausbeuter hier unter uns oder leiden große Gruppen an Neid und Angst?
Der Widerspruch dagegen hält sich jedenfalls in Grenzen, heute, draußen, bei vielen Mitmenschen.
Das ist ein fragwürdiges Szenario.
Auf jeden Fall aber ist eines sicher: Gäbe es ein Grundeinkommen, dann müssen viele ihre Drecksarbeit selbst erledigen.
Oder sie müssen jene, die sie derzeit dazu zwingen können, angemessen bezahlen.
Ein ungeahnter, überaus wünschenswerter Fortschritt
und somit wirklich das wichtigste Argument für ein bedingungsloses Grundeinkommen.

Zur Erklärung:
Kultur (zu lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“, von colere „wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.

Sozial (von lateinisch socius „gemeinsam, verbunden, verbündet“) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingung des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen).

SozioKultur, die Verbindung von sozial und Kultur, ist die Grundlage dieses Blogs.

Soziokultur ist Bildung

Im Wissen, dass Bildung dazu ausgerichtet ist, ein Diener der Wirtschaft zu sein, will ich nicht aufhören, im Sturm der Zeit eine Bildung des Herzens einzufordern. Eine Bildung, die die Augen öffnet und den Wunsch nach Gerechtigkeit nährt, damit wir das Leid der Unterdrückung nicht vollends verdrängen.

Ja, trotz täglichem Hören der allgemeinen Botschaft: ‚Geistes-, Kultur- und Herzensbildung? Was soll der sinnlose Blödsinn?‘, die scheinbar siegreich als mächtiges Zeichen das gesamte Land (und auch das Wasser) aufgekauft, besetzt und zynisch regiert, wird Schweigen niemals einkehren. Denn ‚ein Urteil zu haben ist nicht nur eine Sache des klugen Verstandes und der exakten Schlüsse, es ist eine Sache des gebildeten Herzens‚, wie die deutsche feministische Theologin und Pazifistin Dorothee Sölle und ihr Ehemann, der aufrüttelnde Theologe Fulbert Steffensky schreiben und ‚das gebildete Herz ist nicht neutral, es fährt auf, wenn es die Wahrheit verraten sieht. Der Zorn ist eines der Charismen des Herzens‚.

Das Charisma des Herzens erwecken ist vielleicht der wahre Sinn einer Bildung und Soziokultur, das Finden des persönlichen Talents, ein erster Schritt und Ausgangspunkt. Er liegt außerhalb der wachstumswirtschaftlichen Logik und so wie sich sein Wert täglich erhöht, so wird sein materieller Besitz immer kleiner.

Die nahende Besitzlosigkeit scheint das Ende der Geistes-, Kultur- und Herzensbildung zu besiegeln und manche Ungeistigen höre ich schon hinter (noch) vorgehaltener Hand lachen, weil sie deren Untergang schon berechnet haben.

Bildung wird nicht in stumpfer Fron und Plackerei gewonnen, sondern ist ein Geschenk der Freiheit und des äußeren Müßiggangs‚, so wunderbar poetisch-provokativ beschreibt sie der große Thomas Mann, aber wer ist das schon. Schon beim bloßen Andenken des Wortes Müßiggang allein, der ein bedingungsloses Grundeinkommen voraussetzt, bläst ein dramatischer Sturm der Entrüstung durch unsere Zeit des bedingungslosen, effizienten und niemals endensollenden Wachstums.
Man erringt sie nicht (die Bildung), man atmet sie ein. Verborgene Werkzeuge sind ihretwegen tätig, ein geheimer Fleiß der Sinne und des Geistes, welcher sich mit völliger Tagdieberei gar wohl verträgt‚, so Thomas Mann weiter. Er ist inzwischen beim fast bösesten aller Worte, der ‚Tagdieberei‘ angelangt, bei dessen bloßer Erwähnung ich schon mit dem Schlimmsten, der Aberkennung der Lebensberechtigung hier in einer Welt des ‚Freien Marktes‘ zu rechnen habe.

In diesem Sinne muss ich jetzt also auch schon wieder schließen, will ich mir ja erstens keine willkürlichen Feindschaften auferlegen und zweitens ‚man wohl sagen kann, dass sie (die Bildung) den Erwählten im Schlafe anfliegt‚, wie der ‚Erschaffer der Buddenbrooks‘ treffend formuliert.

Zur Erklärung:
Kultur (zu lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“, von colere „wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.

Sozial (von lateinisch socius „gemeinsam, verbunden, verbündet“) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingung des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen).

SozioKultur, die Verbindung von sozial und Kultur, ist die Grundlage dieses Blogs.

Helmut Seethaler zeichnet ein Bild unserer Zeit

Der Wiener Zetteldichter Helmut Seethaler,
als Lyriker ein sensibler Beobachter unserer Zeit,
zeichnet Wortbilder, die wohltun und wehtun gleichzeitig.

„. . . keine unterbrechung des immermehr
des weiterweiter
keine fragen nach sinn
und notwendigkeit
nur ablenkung von allen fragen . . .“

Als lebenslanger Kämpfer für Kultur und Freiheit
kann er herausragend hineinsehen in ein Drama,
dass lautlos nach soziokulturellen Antworten schreit.

„. . . und wenn einer scheitert
weil er nicht mehr mitkann
oder zuviele fragen stellte
und keine
ablenkenden antworten akzeptierte
und wenn noch mehr scheitern
so geht uns das nichts an . . .“

Und diese Haltung scheint ungeschriebenes Gesetz,
wie es auch  die Geschichte vom Himmel und von der Hölle  klar ausdrückt.
„Das Scheitern der andern geht uns nichts an“ ist das Gebot der Stunde,
vor allem deshalb, um nicht vielleicht dann auch selbst in Gefahr zu geraten auszuscheiden.
Für die offenherzige, ja lebenswichtige Humanität
braucht es bei diesem gnadenlosen Wettlauf also in erster Linie weit reichenden Mut.

„. . . nur nicht kümmern um andere
sonst verkümmern wir selber
und können nicht mithalten
mit dem ständig steigenden Tempo
und wieviel auch scheitern
noch mehr wird glauben gemacht
daß gerade sie es schaffen werden
und je mehr einige es schaffen dürfen
umso mehr können andere
es niemals schaffen“

Helmut Seethaler zeigt sich sonst nie in Büchern oder Artikeln, er will im Original erkannt werden.
Seine Pflückgedichte können Sie seit über 40 Jahren auf Ihren Wegen durch Wien
an Laternen, Säulen, Bäumen oder Wänden entdecken.
Herzlichen Dank hiermit für diese Ausnahmegenehmigung.

Zur Erklärung:
Kultur (zu lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“, von colere „wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.

Sozial (von lateinisch socius „gemeinsam, verbunden, verbündet“) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingung des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen).

SozioKultur, die Verbindung von sozial und Kultur, ist die Grundlage dieses Blogs.

Die absolute Regierung des Wirtschaftswachstums

Ein Tag vor der österreichischen Nationalratswahl: Alle Bürger dürfen frei wählen
zwischen Wirtschaftswachstum, Wirtschaftswachstum und Wirtschaftswachstum.

Keine andere Kategorie ist überhaupt zugelassen und wenn ja,
sie würde kaum eine Stimme bekommen.
So ist wohl vor der Wahl nach der Wahl und fast vor der Wahl.
Wichtig ist noch festzuhalten, dass dies sicher nicht nur für Österreich gilt,
es scheint überall das gleiche Drama abzulaufen:
Die Finanzdiktatur regiert global.
Es gibt nur mehr eine Ausrichtung und sie heißt leistungsorientiert.
Das gnadenlose Gegeneinander von Menschen in allen Bereichen ist Wirklichkeit geworden.
Schon im Kindesalter beginnt das erbitterte Training für alle in den Schulen.
Marketing und Berechnung aber sind Gift für die Seele.
Manche Menschen spüren das noch, einige sogar so stark,
dass sie ärztlicher Behandlung bedürfen oder Medikamente einnehmen müssen.
Wahlen zwischen zerstrittenen Parteien bieten keine Lösungen an.
Erfolgreiche Politiker sind der verlängerte Arm der Wirtschaft,
wenn nicht sogar überhaupt völlig ineinander verzahnt.
Alle Auswege scheinen versperrt,
selbstaufopfernde Stimmen wie Jean Ziegler werden immer leiser.
Und die Sucht am billigen Konsum verschließt endgültig alle Auswege.
In diesem Sinne habe ich auch in meinem Anliegen,
Finanzierungen für soziale Kulturarbeit zu finden,
bis jetzt nur Ablehnung und (meist stumme) Zurückweisung erfahren.
Kein Geld für Sinnfindung ohne Profitaussicht.
Keine Förderung für freie Entfaltung persönlicher Talente.
Herz und Freude spielen keine Rolle mehr in Zeiten von Duellen und Machtkämpfen.
Aussichtslose Situationen aber deuten oft schon ihr kommendes Ende an, denn
soziales Miteinander und eine Arbeit, die Sinn und Freude macht , das brauchen die Menschen.
Mein Einsatz dafür wird deshalb nicht aufhören, er wird im Gegenteil laufend an Hingabe gewinnen.

Zur Erklärung:
Kultur (zu lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“, von colere „wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.

Sozial (von lateinisch socius „gemeinsam, verbunden, verbündet“) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingung des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen).

SozioKultur, die Verbindung von sozial und Kultur, ist die Grundlage dieses Blogs.