Helmut Seethaler zeichnet ein Bild unserer Zeit

Der Wiener Zetteldichter Helmut Seethaler,
als Lyriker ein sensibler Beobachter unserer Zeit,
zeichnet Wortbilder, die wohltun und wehtun gleichzeitig.

„. . . keine unterbrechung des immermehr
des weiterweiter
keine fragen nach sinn
und notwendigkeit
nur ablenkung von allen fragen . . .“

Als lebenslanger Kämpfer für Kultur und Freiheit
kann er herausragend hineinsehen in ein Drama,
dass lautlos nach soziokulturellen Antworten schreit.

„. . . und wenn einer scheitert
weil er nicht mehr mitkann
oder zuviele fragen stellte
und keine
ablenkenden antworten akzeptierte
und wenn noch mehr scheitern
so geht uns das nichts an . . .“

Und diese Haltung scheint ungeschriebenes Gesetz,
wie es auch  die Geschichte vom Himmel und von der Hölle  klar ausdrückt.
„Das Scheitern der andern geht uns nichts an“ ist das Gebot der Stunde,
vor allem deshalb, um nicht vielleicht dann auch selbst in Gefahr zu geraten auszuscheiden.
Für die offenherzige, ja lebenswichtige Humanität
braucht es bei diesem gnadenlosen Wettlauf also in erster Linie weit reichenden Mut.

„. . . nur nicht kümmern um andere
sonst verkümmern wir selber
und können nicht mithalten
mit dem ständig steigenden Tempo
und wieviel auch scheitern
noch mehr wird glauben gemacht
daß gerade sie es schaffen werden
und je mehr einige es schaffen dürfen
umso mehr können andere
es niemals schaffen“

Helmut Seethaler zeigt sich sonst nie in Büchern oder Artikeln, er will im Original erkannt werden.
Seine Pflückgedichte können Sie seit über 40 Jahren auf Ihren Wegen durch Wien
an Laternen, Säulen, Bäumen oder Wänden entdecken.
Herzlichen Dank hiermit für diese Ausnahmegenehmigung.

Zur Erklärung:
Kultur (zu lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“, von colere „wohnen, pflegen, verehren, den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt.

Sozial (von lateinisch socius „gemeinsam, verbunden, verbündet“) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingung des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen).

SozioKultur, die Verbindung von sozial und Kultur, ist die Grundlage dieses Blogs.

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‚Wir torkeln wohlwissend durch die Zeit‘

Ein konkretes Lebensbild aus der Dramaturgie der Wirtschaftswelt

Menschen aller Altersgruppen wollen aus dem dramatischen Wettlauf in Schule und Wirtschaft ausbrechen. Das ‚Wie denn?‘ steht aber leider nur in den Sternen der fernen Zukunft.
Dieser Blog, ‚SozioKultur, die Zeit zum Finden der eigenen Talente‘ ist eine Stimme für ‚Veränderung jetzt‘.

Der folgende, autobiografische Text von Robert Schatzer, meinem schon mehrmals hier zitierten Gastautor, zeigt in aufrüttelnder Deutlichkeit die existenzielle Wichtigkeit dieser Veränderung und beschreibt die lebensbedrohlichen Wunden an Geist und Seele, die unser  gnadenloser Wettkampf bewirkt.

„Vor etwa fünf Wochen ereignete sich etwas Unerwartetes.
Zu den Vorbereitungen zur Schulolympiade lernte ich einen Mann kennen, dem ich im lockeren Gespräch berichtete, in welcher finanziell bedrängten Situation ich mich befinde. Darauf machte er mir das Angebot, in seiner Firma als Projektleiter tätig werden zu können, also in meinem alten Beruf.
Lange habe ich gezögert und ängstlich in mich hineingefühlt, ob ich das denn überhaupt ertragen kann,
diese grausame Wirtschaftswelt, von der ich mich so bestimmt zurückgezogen habe, wieder zu betreten.
Aber die Not der Stunde forderte klar ihren Tribut von mir, ließ nicht zu, mich damit in einen Entscheidungsprozess zu begeben. Zwang lastete auf mir, die Pflicht die Meinen zu ernähren, weil wir in einer Situation angelangt waren, die ein Zerbrechen unserer Basis fast unausweichlich erscheinen ließ.
So sagte ich schweren und ängstlich bebenden Herzens zu.

Seit vier Wochen bin ich nun in diesem Betrieb beschäftigt, eingebettet in vielfaches Unrecht, in Geldgier, Profitdenken, menschliche Würdelosigkeit, die aus dem allseits getriebenen Wirtschaftsdenken entsteht. Von einem Menschen als Chef begleitet, der mit Diplomatie, List, Scheinbarkeit und dem Geschick, Kunden vielfach überhöhte Preise einzureden, während er bei seinen Mitarbeitern und Partnern keinen Euro zu viel bezahlt, zu einem beträchtlichen Wohlstand gekommen ist. Ich verdiene in etwa so viel, wie ich vor 25 Jahren verdient habe.
Ich stehe um 05:00 Uhr früh auf, fange um 06:30 an und komme so gegen 06:00 nach Hause. Dann habe ich noch drei Stunden für die Familie, um die ich mich in den ersten Wochen nicht richtig kümmern konnte, weil ich zum Umfallen müde war. Tief erschüttert, entsetzt und auch verängstigt, nahm ich in diesen Tagen bewusst wahr, wie mein breites Bewusst-Sein, meine Fähigkeit alles zu überschauen und nichts zu übersehen, immer kleiner wurde, bis es mir nur mehr den Raum zu betrachten erlaubte, der die Arbeit betrifft.

Seither weiß ich, warum die Menschen für meine Worte nie erreichbar waren, denn ich bin es heute auch nicht mehr. Nichts von dem, was mein Leben ausgemacht hat, vermag mich heute noch zu berühren. Gleichgültig sind mir bedingungslose Grundeinkommen und das Schicksal anderer Menschen geworden. Nur mich, meinen Weg und die Aufgaben darauf vermag ich zu sehen.
Halb blind torkle ich mit all den Anderen durch die Zeit, denen es ebenso ergeht.“

Schreie wie diese versiegen.
Die Wenigen, die noch erreichbar sind, haben Herzklopfen.
Einzelne, die unterdrückten Wahrheitssucher, gehen schon auf überaus schmalen Pfaden.
Glück sei mit Ihnen.

'Gereinigte Herzen zeigen neue Wege'

‚Gereinigte Herzen zeigen neue Wege‘

http://www.guentherfloner.at/kulturarbeit/index.php/home/bilderwelttour2013

Die Revolution im Herzen beginnt

Zu meinem Artikel ‚Die Zeit der Revolutionen ist vorbei
hat Robert Schatzer einen geistreichen Aufschrei verfasst,
den ich in 2 Teilen veröffentliche.
Der erste Teil ist unter dem Titel
Die Zeit der Revolution beginnt‚ erschienen.
Der aktuelle, zweite Teil beschreibt überaus emotional
den Kampf um die ‚Reinigung des Herzens‘.

Robert Schatzer, http://www.schatzer.eu/:

. . . was die Reinigung der Herzen anlangt, die angeblich begonnen hat,
so glaube ich, dass sie bereits vorbei ist.
Welcher Umstand sonst sollte dazu geführt haben, dass die Unzahl an vielfach Gedemütigten,
die ewig ungerecht Behandelten und die Ausgebeuteten,
all jene, die es ihnen angetan haben und immer noch tun,
bislang noch immer nicht mit einer der gewalttätigen Revolutionsformen entmachtet haben?
Es kann wohl auch nur Herzensreinigung gewesen sein, die sie davon abgehalten hat,
jenen ins Gesicht zu schlagen, die sie für die friedvolle Duldung ihrer Not sogar noch als Schwächlinge und Verlierer beschimpfen.

Ich gebe allerdings zu, dass die Menschen das vielleicht selbst noch gar nicht bewusst erleben. Und vielleicht wäre es an der Zeit, sie darauf aufmerksam zu machen? Wahrscheinlich, denn das Bewusst-Sein, dass es bereits so ist, würde viel in und an ihnen verändern; allein durch die Revolution, die dann in ihren Herzen stattfinden würde.

Die Wahrheit bewirkt Zusammenzucken

Die Wahrheit ist, wir alle müssen tagtäglich um Geld kämpfen.

Manche von uns haben das Glück, dass Geldverdienen und Lebensfreude vereint sind.
Wenige haben es sich so gerichtet, dass Geld in skrupelloser Weise fließt und Glück dabei keine Rolle spielt.
Viele aber gehen täglich ohne Freude und mit Angst den aufgezwungenen Weg.
Das ist die Wahrheit und es spüren dies nicht nur die Betroffenen selbst,
das damit verbundene Unglück breitet sich in ihrer Umgebung aus.
Lange und breite Studien zu diesem Faktum einzufügen ist hier nicht mehr notwendig,
ein Bericht einer australischen Palliativpflegerin
(palliativ = die Schmerzen von Menschen lindern),
die die Aussagen von Menschen zusammengetragen hat, die am Sterbebett liegen,
genügt, um vielleicht ein Stück weiter aufzuwachen:

Die fünf wichtigsten Wünsche von Sterbenden sind:

1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.
2. Ich wünschte, ich hätte nicht soviel (für Geld) gearbeitet.
3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, anderen meine Gefühle auszudrücken.
4. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, den Kontakt zu meinen Freunden aufrecht zu erhalten.
5. Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.

Es scheint momentan keinen Ausweg zu geben
aus unserem eingefahrenen Unglück des täglichen Funktionierenmüssens.

Geld ist die Grundlage unseres Lebens.
Alle wissen, das Geldsystem ist schon lange zusammengebrochen.
Aber die Wahrheit bewirkt Zusammenzucken.
Arbeiten für das vorhandene Wirtschaftssystem oder persönlicher Untergang.
Hören Sie auf ihr Herz und springen wir gemeinsam in den Untergang und aus der Sackgasse.
Wir denken an unser Sterbebett, dann haben wir den Mut zu Veränderung.
Lasst uns aufschwingen in eine ungewisse, neue, glückliche Zukunft.

Parallel dazu unterschreiben wir eine engagierte,
europaweite Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen:
http://bit.ly/XLEfk6

Robert Schatzer Gastkommentar

Eine Begegnung mit allem Guten aus der Schöpfung

Ein berührender Einblick von Robert Schatzer
http://www.schatzer.eu/

Was immer „Soziokultur“ zu bedeuten hat, was immer hinter diesem Begriff stecken mag,
ich habe es nicht gesehen und auch nicht verstanden.
Aber das, was ich bei der Betrachtung von diesen wunderschönen Wortgeflechten,
deren rationale Bedeutung ich trotz aufmerksamen Lesens einfach nicht zu erkennen vermochte, erlebt habe, hat mein Leben dennoch nachhaltig verändert.
Da waren plötzlich lebendige Menschen mit mir,
deren Anwesenheit, deren Nähe, mich in einer Art berührt hat,
die ich noch nicht kannte.
Auch Du, Günther Floner, der einzige unter ihnen den ich zu kennen glaubte,
schien mir, eingebettet in etwas Gemeinsames mit den anderen,
neu, unbekannt und doch unmissverständlich klar.
Tief berührt habe ich dabei wahrgenommen,
wie sich alles in mir öffnete, wie von selbst und auch in die Richtung von Menschen,
die mir noch nie begegnet sind.

Ich weiß noch immer nicht, was Ihr da gemeinsam macht.
Aber ich habe erlebt, dass ihr es aus einer Position heraus tut,
in einer Haltung, die niemanden verletzt und es sogar mir,
einem sehr ängstlichen und vorsichtigen Menschen, möglich macht,
mich dafür zu öffnen.
Allein beim Lesen der für meine Ratio unverständlichen Texte habe ich mich in eine Lebensform versetzt gefühlt, die ich nicht einmal zu erhoffen gewagt habe.
In meinen kühnsten Visionen und meinen weitesten Hoffnungen,
hätte ich mir ein solches Gefühl nicht zu ersinnen vermocht.
Mir ist, als wäre ich allem Guten aus der Schöpfung auf einmal begegnet.
Und ich bin erstaunt, dass es sich mir in menschlicher Form gezeigt hat.
Ihr seid gesegnet – und alles was ihr in dieser Weise tut,
das wird ebenso gesegnet sein.

Soziokultur, der Weg in freie Zeit und Entwicklungsarbeit

Bernd Bechtloff und das Licht

‚inmitten allumfassender Verunmenschlichung des (Arbeits-) Lebens‘

Günther Floner, Februar 27, 2013

. . . für diese – SozioKultur = Freie Entwicklungsarbeit – will ich mich einsetzen
und mithelfen beim Erfinden einer Finanzierung.
. . .
Und danke für Dein eingangs erwähntes
„die gegenwärtige Verunmenschlichung des (Arbeits-) Lebens ist heftig und allumfassend!“.
So darf ich das jetzt auch noch doppelt unterstreichen, denn ich alleine will nicht drastisch klingen.

Vor allem, weil es so ist, dass schon Licht aufsteigt am Horizont.

mokshamusicb | Bernd Bechtloff,  Februar 28, 2013 um 3:14 nachmittags

Ich denke, das Licht kann erst dann aufsteigen,
wenn wir unseren Schatten vorbehaltlos anschauen können.
Das tut weh,
weil wir ihn alle nähren.
Aber erst dieses “Berührt werden” schafft (vielleicht) eine Veränderung!

Günther Floner, März 01, 2013

Ich will das.
Ich will nicht allein sein, fertiggelernt und ohne Entwicklung.
Ich will hinein- und zuhören, was andere sagen und zusammenarbeiten.

Soziokultur ist eine Idee als Überschrift,
weil ich glaube, wir können damit Zeit gewinnen.
Zeit für uns selbst und Zeit für die Besonderen, die näher kommen.

Naja und das aufsteigende Licht?
Ein Wunsch, eine Vision, ein harter Weg?

Ich möchte ab jetzt weiter bei kulturschaffenden Menschen anklopfen
und diese Fragen stellen.
Danke für Dein Engagement und bitte bleib dabei, Bernd.

Soziokultur, eine Illusion? Gastkommentar Bernd Bechtloff

mokshamusicbernd bechtloff

mokshamusic.at x
berndbechtloff@aon.at
178.191.118.102

Hallo Günther, hallo Thomas!
In der Tat – die gegenwärtige Verunmenschlichung des (Arbeits-) Lebens ist heftig und allumfassend! Ich hatte letztes Jahr das Glück Frau Professor Claudia von Werlhof kennen zu lernen und mit ihr ein Hörbuch zu verfassen (“Der unerkannte Kern der Krise”, http://www.mokshamusic.at). Sie hat mir vor ein paar Tagen eine Art Gegenwarts Manifest zukommen lassen, aus dem ich kurz zitieren möchte:

“Die Frage heute lautet: Was sollen wir tun? (auch: nicht –mehr – tun?)
Aber es stellt sich heraus, dass die Frage anders lautet: Was tut sich mit uns? (auch: was tut sich gerade nicht mit uns?)
Das eine ist die Frage nach der sozialen Bewegung, das andere die nach einer erweiterten Psycho-Somatik, einer Art von „Sozio-Somatik“ – nämlich den Folgen des Geschehens im „kollektiven Unbewussten“ (C.G. Jung) einer ganzen Bevölkerung. Das kann offenbar auch äußerlich feststellbare körperliche, ja krankhaft-epidemische undsogar tödliche Ausmaße annehmen (s. Franz Renggli über die Pest im 14. Jh. in: Selbstzerstörung aus Verlassenheit).
Für Renggli war die Pest in Europa, der im 14. Jh. ca. ein Drittel der Bevölkerung zum Opfer fiel, die Folge der Umbrüche zur Neuzeit, die alle dahin geltenden Werte und Normen, Lebens- und Verhaltensweisen, insbesondere das Verhältnis zur Natur, also Ökonomie und Technik, das zwischen den Geschlechtern, zur Politik und zu „Gott“ vollständig umkrempelten und dadurch eine tiefe Ratlosigkeit, Verunsicherung, ja den Zusammenbruch des Weltbildes und des Vertrauens in die Welt nach sich zogen. Dadurch wurden die Menschen so geschwächt, dass sie massenhaft erkrankten, und zwar an derselben Krankheit, in dem Falle der Beulen- oder „Schwarzen Pest“, und an ihr starben. (Warum es gerade diese Krankheit war, erklärte Renggli nicht, aber er war nahe dran: Es hatte mit der Inquisition zu tun – das ist meine These – die schon seit 2 Jh. wütete und durch Folter und Feuertod genau diejenigen Merkmale hervorbrachte, die der Beulenpest äußerlich so glichen… War also die Pest eine unbewusste, ins Negative gewendete, kollektiv solidarisch-selbstmörderische Mimesis an die „Pein“ und ihr epidemischer somatischer Ausdruck? Ich traue mich gar nicht, diese Frage zu formulieren, an wen auch soll man sie stellen? – geschweige denn ihre Konsequenzen für heute zu bedenken, vgl. wenigstens Croissier: PA im Raum der Göttin; vgl. auch meinen Text zur „Verschattung“ der Hausarbeit…).
Renggli hat prophezeit, das wir heute in einer ähnlich massiven Umbruchphase stecken würden und mit entsprechenden Konsequenzen rechnen müssten, also epidemischen Massenerkrankungen und Massentod. Irgendwie hat er aber nicht gesagt, wie, warum, wann…
Sichtbar ist bisher der Krebs als Massenerkrankung infolge einer Art Erstarrung des Lebendigen und des Wucherns des Unlebendigen…Hängt er mit dem „burn-outen“, dem Ausbrennen, dem Erkalten zusammen?”

Wie bei allen Texten Claudia von Werlhofs ist es wichtig, sich einfach mal darauf einzulassen und sich davon berühren zu lassen. Sie legt Finger in Wunden und was sie sagt ist alles andere als angenehm. Aber um eine Veränderung bewirken zu können, müssen wir zu allererst mal vorbehaltlos hinschauen können “was ist” und nicht gleich nach Antworten, Lösungen Ausflüchten suchen. Aus der Betroffenheit entsteht dann (ein hoffentlich neues) Handeln!
In diesem Sinne –
betroffene Grüße,
Bernd Bechtloff

Günther Floner Kommentar

Bezaubernde Worte.
Dein ‚Was tut sich mit uns?“, will ich hervorheben und  nocheinmal weitergeben.
Bitte zeigt auf und schreibt, wie ihr euch fühlt beim „vorbehaltlos Hinschauen“.
Die Somatik (= den Körper betreffend), die Du erwähnst, ist meine eigentliche Triebfeder.
Das Unfriedliche, das Unglückliche am Geldarbeitsplatz und in der Nahrung
macht mich stark krank.
Es ist also entscheidend für mich,
die Mutigen zu hören, die Öffnung zulassen und Einblick gewähren in ihr Wesen.
Das hilft mir sehr, damit meine Vision von freier, sinnvoller und individueller (Kultur)arbeit,
nicht endgültig zur Illusion abstürzt.
Für diese – SozioKultur = Freie Entwicklungsarbeit – will ich mich entwickeln
und mithelfen beim Erfinden einer Finanzierung.
Meine Leidenschaft braucht geistreichen Input, wie Deinen, Bernd.

Und danke für Dein eingangs erwähntes
„die gegenwärtige Verunmenschlichung des (Arbeits-) Lebens ist heftig und allumfassend!“.
So darf ich das jetzt auch noch doppelt unterstreichen,
denn ich alleine will nicht drastisch klingen.

Vor allem, weil es so ist,
dass schon Licht aufsteigt am Horizont.

Alles Gute für Dich und Deinen Lebensraum,

Günther